Erfolgreich kommunizieren

Wenn Menschen vor andere Menschen treten um eine Botschaft zu vermitteln stellt es das Publikum vor die Herausforderung, die vielen Informationen, die auf sie einprasseln, zu verarbeiten. Damit die eigene Botschaft vom Gegenüber gehört und erinnert wird, muss sie auf die richtige Art und Weise kommuniziert werden. 

Wenn Steve Jobs vor sein Publikum trat und zu sprechen begann, waren alle Augen und Ohren gebannt auf ihn gerichtet. Von der Sprache über das Outfit zum Gesagten passte immer alles perfekt zusammen.  Man konnte ihm einfach gut zuhören und tat das auch. Und so ist es nicht nur mit dem ehemaligen Apple-Chef, sondern bei allen guten Rednern. Weil das Gehirn immer mithört und man gerne etwas lernen möchte, das ansprechend präsentiert wird, verzeichnen die Videos von TED oder auch Greator (früher: GEDANKENtanken) immer mehr Zuschauer. Hier zeigen gute Speaker Emotionen und präsentieren diese gehirngerecht. Und wenn mehr Menschen gute Redner kennen, vergleicht man diese mit den Speakern, die man im Alltag auf Kongressen o. Ä. trifft.

Das Problem dabei: Die meisten sind dafür gar nicht ausgebildet. Für viele war die erste und meistens auch letzte Erfahrung beim Sprechen vor Publikum in der Schule oder im Studium. Hier steht aber eine andere Art des Präsentierens im Vordergrund. In Bildungskontexten geht es vor allem darum, Wissen und Inhalte zu vermitteln. Der Auftritt des Speakers ist dabei nur Mittel zum Zweck. Das Problem dabei: Wenn der Zuhörer die Sachinformationen nicht mit bestehendem Wissen verknüpfen kann, bleibt bei ihm kaum etwas hängen. Dabei geht es doch genau darum, die verkündete Botschaft im Kopf der Zuhörer zu verankern.

Den Fehler, den viele auf der Bühne machen, ist es, sich zu sehr auf die Inhalte zu konzentrieren, von denen man selbst begeistert ist. Es ist wichtig, von seinen Inhalten begeistert zu sein. Das heißt aber nicht, dass diese Inhalte direkt auch andere Menschen begeistern. Oder sie erzählen den Zuhörern das, was ihnen selbst am wichtigsten ist. Das muss jedoch nicht unbedingt auch das sein, was spannend und interessant für die Zuhörer ist. ABER: Beim Präsentieren geht es nicht um den Präsentierenden, sondern immer um das Publikum und die Zuhörer. Es geht also darum, was diesen wichtig ist.

 

Hier kommen drei einfache Tipps, mit denen man den Fehler, sich zu sehr an die Inhalte zu klammern, vermeidet:

  1. Die Informationen emotional erzählen: Unser Gehirn speichert emotional  aufgeladene Inhalte viel besser als reine Inhalte.
  2. Den Mehrwert der Zuhörer in den Mittelpunkt stellen: Wenn der Nutzen für den Zuhörer nicht gegeben ist, schaltet er ab. Nur dann, wenn es für ihn einen Nutzen hat, lässt er sich für das Gesagte begeistern und er wird sich mit den Inhalten auseinandersetzen.
  3. Weniger Inhalte präsentieren, dafür stärker in die Tiefe gehen: Das Gehirn kann nur eine gewisse Menge an Informationen aufnehmen. Je mehr das Gehirn über etwas, z. B. die präsentierten Inhalte, weiß, umso besser kann es diese verknüpfen und erinnern. Baut man den Vortrag logisch auf, schafft man Vorwissen, an das angeknüpft werden kann. Springt man von Thema zu Thema, verliert man seine Zuhörer und erschwert die Verknüpfung.———–
    Einige Inhalte in der Übersicht vom „Sprech-Training“ mit Tobias:
  • Frei und flüssig sprechen lernen
  • Emotionen transportieren
  • Menschen von sich begeistern
  • Verkaufen, ohne zu verkaufen
  • Richtiger Umgang mit Lampenfieber
  • Too much PowerPoint?
  • Versteckte Potenziale freisetzen
  • Vorbereitung und Präsentation eines Kurz-Pitches

 

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